Ausbildungssituation in Niedersachsen

Haben wir einen Fachkräftemangel?

 

Nein. Sagt die Gewerkschaftsjugend. Der Fachkräftemangel ist gewollt, damit sich Unternehmen die BewerberInnen auswählen können und die aus ihrer Sicht "Besten" nur nehmen.

 

Sind die Jugendlichen von heute "nicht ausbildungsreif"?

 

Nein. Sagt die Gewerkschaftsjugend. Die Unternehmen wälzen die Kosten der Ausbildung auf die Allgemeinheit ab und werden ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nicht gerecht. Der Vorwurf der mangelnden Ausbildungsreife sollte eher die Betriebe treffen: Überstunden, Ausbeutung von Azubis, Verletzung elemetarsten Arbeitsrechte, keine Einhaltung der Ausbildungspläne sind in manchen Branchen auf die Tagesordnung. Betriebe picken sich die aus ihrer Sicht "Besten" heraus, weil es zu wenige Ausbildungsplätze überhaupt gibt. Dabei haben Unternehmen auch eine gesellschaftliche Verantwortung, denn "Eigentum verpflichtet".

 

Gibt es genügend Ausbildungsplätze?

 

Nein. Sagt die Gewerkschaftsjugend. Die statistischen Zahlen sind verschönt. Wir wissen aus unserer tagtäglichen Arbeit, dass das nicht so ist, dass junge Menschen oft Hunderte Bewerbungen schreiben, bevor sie was finden ohne Einzahlung, dass ganz viele in Ersatzmaßnahmen mit wenigen Chancen auf eine berufliche Perspektive landen und dass sie alle in den Zahlen nicht auftauchen.

 

 

Wir wollen mit vielen Mythen über die Ausbildungssituation aufräumen.

 

Ausbildungssituation 2010 in Niedersachsen (ab S. 23)(799 KB)

 

Ausbildungssituation 2010 in der Region Braunschweig(24 KB)

 

Artikel zur Ausbildungsplatzbilanz(127 KB) (BZ 27.10.10)

 

Artikel zum Fachkräftemangel(182 KB) (BZ 12.7.11) 

 

Ausbildungssituation in der Region 2012(27 KB)

 

Interview zum Ausbildungsplatzmangel in der Region(359 KB) (nB 5.12.12)

 

So sieht das mit der Ausbildungslage aus:

 

Ausbildungsreport der DGB Jugend

 

Ausbildungsbedingungen in Bremen im Gastro-Bereich

 

Sind die Bewerber_innen nicht ausbildungsreif? Neeee, anders herum, die Betriebe!

 

Das wollen wir:

 

Recht auf Ausbildung

 

Ausbildungsumlage

 

 

ver.di Jugend im Handel

Die Ausbildungsbedingungen im Handel sind oft alles andere, als was sich junge Menschen vorstellen. Viele, die mit Begeisterung ihre Ausbildung anfangen, müssen feststellen, dass die Realität anders ist: Überstunden, starke Hierarchien, schlechte Behandlung und vor allem dieses Gefühl, nicht da als Azubi, um was fürs Leben und das eigene Fortkommen zu lernen, sondern als billige Arbeitskraft zu sein. Ausbildungsfremde Tätigkeiten sind leider allzu oft auf die Tagesordnung, so kann man letztendlich auch das nicht lernen, was für die Prüfung notwendig ist und am Ende steht man aber selbst mit leeren Händen da und das heißt: Ich habe versagt! Meine Schuld! Dabei ist das doch oft ein Problem, was viele betrifft: fühlt euch also nicht alleine damit, solidarisiert euch untereinander und unternehmt mit euren KollegInnen und FreundInnen was dagegen. Nicht einfach hinnehmen und denken: "Naja, später wird's mal besser, Lehrjahre sind schließlich keine Herrenjahre", sondern handeln! Denn du hast was Besseres verdient.

 

Ver.di (Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft) kann dich da unterstützen. Er hat ein Einzelhandel-Forum eingerichtet, damit sich Auszubildende und junge Beschäftigte über die eigenen Ausbildungsbedingungen austauschen, rechtlichen Beistand holen und gemeinsam Verbesserungen angehen können.

 

Melde dich bei der Facebook Gruppe an

Einzelhandel-Forum

 

und/oder melde dich bei

 

katharina(dot)wesenick[ät]verdi(dot)de

jule(dot)baumgartner[ät]verdi(dot)de

 

Nikolaus Aktion zur Aubsildungsplatzsituation

Zu Nikolaus machte  die Gewerkschaftsjugend auf die Bedingungen im Ausbildungsbereich aufmerksam: nach dem Motto "Osterhasen zu Nikolaus sind komisch?" zeigten die aktiven GewerkschafterInnen auf, wie eigentlich "komisch", um nicht zu sagen "erschreckend", viele Entwicklungen auf Ausbildungs- und Arbeitmarkt für junge Menschen sind.

 

Flyer Vorderseite(410 KB)

 

Flyer Rückseite(905 KB)

 

Pressemitteilung(26 KB)

 

Artikel BZ 8.6.10(568 KB)

 

 

 

 

Tropfsteinhöhle Königslutter

Die Steinmetz-Auszubildenden müssen im Rahmen ihrer Ausbildung ein Praktikum in der Steinmetz-Schule in Königslutter machen. Was sie da aber erwartet, übetrifft jegliche negative Vorstellungskraft: sehr hohe Mietspreise für eine Tropfsteinhöhle mit viel Schimmel. Gesundheitsamt und Landkreis (dem die Ausbildungsstätte gehört) rührten sich lange nicht.

Die Auszubildende haben mit der Unterstützung ihrer Gewerkschaft IGBAU ihre Ausbildungsbedingungen publik gemacht und endlich erreicht, dass der Landkreis die Bildungsstätte saniert. Jetzt können sie wieder unter ordentlichen Bedingungen lernen und leben.

 

Interview Radio Okerwelle

 

 

 

 

 

 

 

Anschlag

Ausbildungsreport Niedersachsen - Bremen 2016

Eine gute Ausbildung ist die Grundlage für einen erfolgreichen Start ins...

 
 


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