DGB Jugend Niedersachsen und Bremen - 21.05.2012
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Generation Praktikum – Arbeiten zum Nulltarif?

Donnerstag, 26.01.06 um 18 Uhr im Tivoli-Saal des Gewerkschaftshauses, Bahnhofsplatz 22-28

 

Podiumsdiskussion mit

  • Jessica Heyser  (Bundesvorstand DGB-Jugend)
  • Silvia Schön (MdBB, DIE GRÜNEN)
  • Detlev Stüwe (Career Center Uni Bremen)
  • Dieter Schumacher (Personalleiter B.L.G.)
  • Tall Pressler (Dipl.-Biologin, ehem. Praktikantin)

 

 

 

 

AkademikerInnen in der Praktika-Falle?

 

Die Anzahl von Hochschulabsolventen, die ihre Berufstätigkeit anstelle einer regulären Beschäftigung mit einer unfreiwilligen Laufbahn als Dauerpraktikanten beginnen, hat massiv zugenommen. Angesichts der Arbeitsmarktlage sehen sich Hochschulabsolventen mehr und mehr gezwungen nicht- oder unterbezahlte Praktika zu absolvieren, da sie sich davon praktische Erfahrung, Weiterqualifizierung und – irgendwann - eine Festanstellung bei Bewährung versprechen. Ein Praktikum sollte sich von einem regulären Arbeitsverhältnis dadurch unterscheiden, dass der Praktikant nicht in die tägliche Verrichtung der Arbeit fest eingeplant ist, sondern zusätzlich im Betrieb mitläuft. Realität ist jedoch, dass Praktikanten meist reguläre Tätigkeiten ausüben. Deswegen ist es auch nicht erstaunlich, dass einige Unternehmen offen zugeben, dass sie einen großen Nutzen aus den Praktikantinnen und Praktikanten ziehen: Bekommen sie doch für die sehr geringen Kosten eines Praktikumsplatzes gut ausgebildete und hoch motivierte Mitarbeiter. Neben der wachsenden Anzahl befristeter Beschäftigungen, unterqualifzierter Übergangsjobs, Honorarverträgen und Scheinselbständigkeit stellen Praktika eine weitere Form der prekärer Arbeitsverhältnisse dar. Der bisher weitgehend unregulierte Zustand der Arbeitsbedingungen für Praktikumstellen führt zum Missbrauch der Arbeitskraft von Hochschulabsolventen. Auf der Veranstaltung sollen diese Aspekte diskutiert werden und Zwischenergebnisse einer Studie zu Akademikern in der „Praktika-Falle“ vorgestellt werden, die von der DGB-Jugend in Zusammenarbeit mit der Hans-Böckler-Stiftung erstellt wird. Für Rückfragen und weitere Informationen zum Thema stehen ihnen Inge Kleemann und Christine Kirchhoff aus dem HIB gerne zur Verfügung. Telefonisch erreichen sie uns am besten zu unseren Bürozeiten (Mo, Di, Do 12.30 bis 14.30 Uhr) – wir rufen auch gerne zurück.

 

Bremen

 

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