Geschichte der Gewerkschaften in Deutschland
Gewerkschaften als Zusammenschluß abhängig beschäftigter Menschen wurden wichtig, als neben der Landwirtschaft immer mehr Maschinen in die Produktion eingesetzt wurden, Fabriken gebaut wurden und immer mehr Männer, Frauen und Kinder in der Produktion arbeiteten.
1825 wurden in England die ersten Gewerkschaften gegründet, in Deutschland erst ungefähr 40 Jahre später. Vorher gab es Bauern, Handwerker und Adelige, sowas wie Könige und Grafen, dann kamen Arbeiter und Arbeiterinnen dazu, die ihre Arbeitskraft frei anbieten konnten. Die Entwicklung der Dampfmaschinen, der Zuwachs der Bevölkerung, sowie die Verbesserung von Transportwegen ermöglichten dann die sogenannte Industrialisierung. Dies bedeutete, das Wenige im Besitz von Maschinen waren und viele sich als "abhängig Beschäftigte" an diese Maschinen stellen mußten, wobei sie die Arbeitsbedingungen dafür nur akzeptieren nicht aber beeinflussen konnten.
Die Fabrikbesitzer wollten, daß die Maschinen möglichst Tag und Nacht laufen und den Arbeitern und Arbeiterinnen möglichst wenig Lohn dafür bezahlen. Den Gewinn, den sie dabei machten, wollten sie für sich behalten.
Die Menschen, die arbeiteten, wollten aber möglichst genug Geld zum leben, anständige Wohnungen, ein Tag in der Woche frei, Krankenversicherung und auch in der Nacht wollten sie nicht unbedingt arbeiten. Sie wollten auch unter anderem eine Lohnfortzahlung, wenn sie krank werden sollten. Sie haben sich dann zu Gewerkschaften zusammengeschlossen, um diese Forderungen gemeinsam zu erkämpfen, da sie das als Einzelpersonen nicht geschafft hätten Da es immer mehr Berufe gab, bildeten sich bald auch unterschiedliche Gewerkschaften. Einige Forderungen waren nur für einen bestimmten Arbeitsbereich notwendig, z. B. wann Bäcker mit ihrer Arbeit anfangen dürfen. Bei anderen Forderungen hatten sie aber alle dasselbe Ziel. So bildeten sie einen sogenannten Dachverband, der diese gemeinsamen Forderungen durchsetzen sollte. Dieser Dachverband wurde 1949 gegründet und heißt DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund).
Geschichte der Gewerkschaften - detailliert
Die frühen Jahre (1849 - 1944)
Wiederaufbau (1945 - 1949)
Wirtschaftswunder (1950 - 1966)
Reformen (1966 - 1974)
Ernüchterung und Neuorientierung (1975 - 1988)
Neue Herausforderungen (1989 - 1998)
Kleine Literaturauswahl
Herausgeber: DGB-Bundesvorstand
Redaktion: Bernhard Schulz, Klaus W. West
Bildnachweis: Archiv für Kunst und Geschichte, bildarchiv preussischer kulturbesitz, DGB-Archiv, dpa, Ullstein Bilderdienst

