DGB-Jugend gegen Kriminalisierung von Anti-Nazi Aktivist_innen im Eintracht Stadion

Die DGB-Jugend Braunschweig kritisiert das Vorgehen der Polizei und die Haltung des Vereins zu den Vorfällen nach dem Spiel von Eintracht Braunschweig am vergangenen Samstag.

 

Eintracht-Fans der „Initiative gegen rechte (Hooligan-)Strukturen“ und der Gruppe Ultras Braunschweig hatten während des Heimspiels der Zweitliga-Mannschaft von Eintracht Braunschweig ein Transparent mit der Aufschrift „Keine Eintracht mit Nazis“ hochgehalten.

 

Augenscheinlich rechte und gewaltbereite Hooligans hatten daraufhin nach dem Spiel versucht, die Fans anzugreifen, was von den Sicherheitskräften zunächst unterbunden wurde. Zum Ende des Spiels wurden die Eintracht-Fans um die Initiative über den Gästeblock zu bereitstehenden Bussen gebracht und in einen anderen Stadtteil verfrachtet.

 

In seiner Darstellung gab der Verein nun diesen Eintracht-Fans die Schuld für die Vorfälle im Stadion und unterstellte ihnen, das Eintracht-Stadion als eine politische Plattform zu missbrauchen.

 

„Hier wird von Seiten des Vereins eine perfide Umkehr des Problems betrieben. Wenn friedliche Fans mit einem Transparent, das eigentlich eine Selbstverständlichkeit ausdrückt, von rechten Hooligans bedroht werden, hat das nichts damit zu tun, dass das Stadion als „politische Plattform missbraucht“ oder linksradikale Politik ins Stadion getragen würde“, sagen die Aktiven der DGB-Jugend Braunschweig. „Hier werden eindeutig die falschen Leute kriminalisiert und das Problem der rechten Strukturen unter den Fußballfans, das in der Publikation „kurvenlage“ beschrieben wird, schlicht verdrängt. Wir fordern den Verein auf, sich mit den betroffenen rechter Gewalt zu solidarisieren und konsequent gegen rechte Strukturen vorzugehen.“

Braunschweig

 

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