Die DGB-Jugend begrüßt die Ziele des Bildungsstreiks 2009, der sich für ein sozial gerechtes und qualitativ gutes öffentliches Bildungswesen einsetzt. Denn ohne die Umsetzung des Menschenrechts auf Bildung lassen sich soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit und wirtschaftlicher Wohlstand in Deutschland nicht erreichen.
Den Ausbildungsstau auflösen!
Wir fordern:
Das Grundrecht auf Ausbildung muss gesichert werden:
Das System der dualen Berufsausbildung ist nach wie vor das erfolgreichste, wenn es um den Übergang von der Ausbildung in den Beruf und in den Arbeitsmarkt geht. Doch immer mehr Jugendliche bewerben sich erfolglos um eine Ausbildung und verschwinden in so genannten Warteschleifen. Damit das Grundrecht auf Ausbildung abgesichert wird, muss das duale System mit neuem Leben erfüllt werden. Neben den tarifpolitischen Initiativen der Sozialpartner gehören dazu gesetzliche Rahmenbedingungen, die mehr betriebliche Ausbildung ermöglichen, zum Beispiel über Ausbildungsum- bzw. -zulagen. Außerbetriebliche Ausbildung kann betriebliche Berufsausbildung nicht ersetzen, sondern ergänzt diese. Mit zielgruppenorientierten Beratungsangeboten können Betriebe, Schulen und Bundesagentur für Arbeit die Jugendlichen beim Übergang von der Schule in die Arbeitswelt unterstützen. Ausbildungsbegleitende Hilfen sollten Standardangebot der Berufsausbildung sein, um benachteiligten Jugendlichen Abschlüsse zu ermöglichen.
Für alle Azubis fordern wir, dass Betriebe sie fair behandeln und gut ausbilden:
- Die Qualität der Ausbildung muss mehr Gewicht haben, Azubis sind keine billigen Arbeitskäfte, sondern die zukünftigen Fachkräfte!
- Das Ausbildungsentgeld muss zu einem guten, selbständigem Leben reichen
- Das Jugendarbeitsschutzgesetz muss erhalten bleiben!
- Der Start ins Arbeitsleben muss gesichert sein:Ausbildung für alle- Übernahme für alle!



