DGB-Jugend und Jugendbündnis kommentieren die Fußball-WM
Nicht nur die DGB-Jugend, das gesamte Jugendbündnis Hannover aus Gewerkschaftsjugend, Naturfreundejugend, Falken, Jusos und SDAJ mischt am 1.Mai mit. So werden die Demonstrationszüge am 1.Mai vor dem Einzug auf den Klagesmarkt am Kreisel begrüßt. Bei der Begrüßungsaktion geht es um die besonderen Interessen der jungen Menschen, die den anderen Kundgebungsteilnehmern näher gebracht werden.
Und dann gibt es wieder ein eigenes Jugendzelt. Diesmal ganz zentral direkt neben der Hauptbühne. Das Zelt widmet sich vor allem der Fußball-WM. So wird sich eine Ausstellung mit Fußballkleidung und ihrer Produktion in Ländern der Dritten Welt auseinandersetzen. Dazu kommen die passenden Infostände und eine Moquito-Bar vom Dritte-Welt-Forum.
Auch die Hauptbühne wird einbezogen: Zwischen den Auftritten der Künstler des Masala-Programms gibt es kurze Sketche zur WM in Form einer "Live-Schaltung".
Die Jugendbildungsreferentin des DGB in Hannover Sylvia Heise: "Wir wollen unseren Spaß an der WM haben. Wir wollen aber auch sagen, was uns nicht gefällt." So ist die Herstellung von Fußbällen in Kinderarbeit und Zwangsprostitution im Zusammenhang mit der WM im Jugendbündnis ein Thema gewesen.
Für die Beteiligung am 1.Mai wirbt die DGB-Jugend mit eigenen Flyern und Postkarten, die sich vor allem auf die WM beziehen: "Arbeit ohne Tarif ist wie Fußball ohne Regeln", "Ein Tor ohne Torwart ist wie Ausbildung ohne JAV" und "Ein Spiel dauert 90 Minuten - Bildung ein ganzes Leben" lauten die passenden Parolen.
Das Jugendbündnis hat sich über den 1.Mai hinaus einiges vorgenommen. Unter dem Motto "Die Würde des Menschen ist unser Maßstab" will man sich nicht nur mit der Bildungspolitik und den fehlenden Ausbildungsplätzen auseinandersetzen.


