Oldenburger 1. Mai Aufruf

Heraus zum 1. Mai 2006


Maiaufruf „Deine Würde ist unser Maß" - der DGB-Region Oldenburg/ Wilhelmshaven


„Deine Würde ist unser Maß" lautet das Motto der Gewerkschaften zum 1. Mai 2006. Würde hat auch etwas mit Respekt zu tun. Viele Aktivitäten und Aktionen, die von Gewerkschaften initiiert und unterstützt wurden, sind diesem Anspruch gerecht geworden:

 

  • Konkrete Aktionen gegen Rechtsradikalismus und Neofaschismus
  • Streiks gegen die Vernichtung von Arbeitsplätzen
  • Aktionen gegen die neoliberale und konservative Politik der EU
  • Streiks gegen Lohnkürzungen und Arbeitszeitverlängerungen
  • Mindestlohn: Arbeiten für Existenz sichernde Löhne


Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben in den letzten Monaten sehr wichtige Schritte getan, um ihre Würde zu sichern und für ihre Arbeit den notwendigen Respekt zu erhalten. Die Aktionen und Streiks haben dazu geführt und führen weiter dazu, dass wir wieder selbstbewusster unsere Forderungen formulieren und durchsetzen. Wir nehmen nicht mehr alle Lohnkürzungen und Arbeitszeitverlängerungen widerstandslos hin.


Der Streik gegen die beabsichtigte Arbeitsplatzvernichtung im AEG-Werk Nürnberg (jetzt Electrolux) hat gezeigt, dass es sich lohnt sich zur Wehr zu setzen.


Wir haben gezeigt, dass die Gewerkschaften ein wichtiger Teil des Antifaschismus sind. Unser Engagement für Demokratie und Menschenwürde – gegen Rechtsradikalismus und Neofaschismus darf nicht nachlassen! Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!


Die Hafenarbeiter haben durch ihre Aktionen die Port-Package II – Richtlinie der EU vom Tisch bekommen. Damit haben sie ein sehr gutes Beispiel geliefert, dass es durch entschiedenen Widerstand möglich ist, Arbeitnehmerrechte gegen die Neoliberalen und Marktradikalen in Europa zu verteidigen. Die Aktionen waren Ansporn für die europäische Gewerkschaftsbewegung gegen den Bolkestein-Entwurf für eine Dienstleistungsrichtlinie auf die Straßen zu gehen. Wir haben gemeinsam erreicht, dass das EU-Parlament den Entwurf an sehr wichtigen Punkten im Sinne und Interesse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geändert hat und so einen geänderten Vorschlag an die EU- Kommission gerichtet werden konnte. So hat Bolkestein einen entscheidenden Anteil daran, dass sich die Gewerkschaften in Europa zu gemeinsamem politischen Handeln entschlossen haben. Damit ist eine sehr wichtige Grundlage für weitere Aktionen gegen Lohn- und Sozialdumping in Europa geschaffen.


Die Politik der Großen Koalition ist darauf gerichtet, die Grundlagen des Sozialstaates weiter zu schwächen. Sozialabbau gegen Erwerbslose und Rentnerinnen und Rentner funktioniert jetzt viel schneller und reibungsloser. Zwar mit Gegenrede aber ohne viel Widerstand setzt die Bundesregierung ihre Absicht um das Renteneintrittsalter auf 67 Jahre zu erhöhen fort. Für viele Menschen wird das eine Verlängerung der Arbeitslosigkeit und folglich eine erhebliche Rentenkürzung bedeuten.


Gegen betriebliche Willkür können wirksam nur Betriebsräte agieren.


Betriebsräte und Gewerkschaften gemeinsam sind in der Lage gegen das Prinzip des „der Herr im Hause bin ich" vieler Unternehmer im Interesse der Beschäftigten zu arbeiten. Betriebsräte sind ein entscheidendes Instrument zur Verteidigung unserer Würde. Sie können dazu beitragen, dass wir bei den Arbeitgebern den notwendigen Respekt erhalten. Nutzen wir die Kampagne „Vertrauen ist gut – Betriebsrat ist besser" zur Wahl vieler neuer Betriebsräte! So haben wir u.a. die Chance betrieblich die Möglichkeite gegen prekäre Beschäftigungen zu verbessern.

 

 

Bilder von der Demo und der Kundgebung.

 

Anschlag

Dresden Nazifrei

Im Februar 2012 wollen in Dresden alte und neue Nazis zu einem "nationalen...

 
 


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