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teamer_innenqualifizierungen: Genderkompetenz in der politischen Jugendbildung
Welche Bedeutung hat das Geschlechterverhältnis in der Bildungsarbeit?
Welche Hierarchien, Wertigkeiten, Diskriminierungen und Benachteiligungen basieren auf der Kategorie Geschlecht und wie lassen sich diese verändern? Wie lässt sich Gender bei der Planung, Durchführung und Reflexion von Seminaren mitdenken? Welche Vorteile bietet die geschlechtshomogene Arbeit in Mädchen- und Jungengruppen? Was ist unter reflexiver Koedukation zu verstehen? Ist das Geschlecht der Teamer_innen von Bedeutung?
Wie können Geschlechterfragen sinnvoll mit Jugendlichen thematisiert werden?
Diese und weitere Fragen der geschlechter-reflektierenden Jugendbildungsarbeit werden im Rahmen der Qualifikation für Multiplikator_innen behandelt. In dem fünftägigen Seminar geht es darum, einen kritischen Blick für geschlechtsbezogene Verhaltensweisen und Machtstrukturen zu entwickeln.
Das heißt,
- die eigene Eingebundenheit in die Konstruktion/ Rekonstruktion dieser Ordnung zu begreifen, indem wir uns mit den Zwängen und Handlungsspielräumen unserer eigenen vergeschlechtlichten Biographie auseinandersetzen und darüber austauschen.
- verschiedene Ansätze einer geschlechter-reflektierenden Bildungsarbeit (Mädchenarbeit, Jungenarbeit, reflexive Koedukation) kennenzulernen und Übungen aus verschiedenen Themenfeldern auszuprobieren und zu diskutieren.
- sich der eigenen Ressourcen, Interessen und Grenzen in der geschlechterreflektierenden Bildungsarbeit bewusst zu werden.
- die sozialen Praxen, durch die Geschlechterhierarchie und heterosexuelle Normierung hergestellt werden, zu beleuchten sowie die damit einhergehenden Einschränkungen und Privilegien zu betrachten
Ziel ist es, einen eigenen Standpunkt bzw. eine eigene Haltung zu entwickeln, die eine hierarchiekritische und emanzipative pädagogische Arbeit im koedukativen wie auch im geschlechtshomogenen Setting ermöglicht.
Die Multiplikator_innen-Qualifikation richtet sich an alle, die Interesse an Jugendbildungsarbeit und der Geschlechterthematik haben. Sie bietet
- einen praxisorientierten Einstieg für Neulinge in der Jugendbildungsarbeit, die daran anschließend als Teamer_innen bei der DGB-Jugend mitarbeiten möchten,
- eine theoretische und pädagogisch fundierte Auseinandersetzung mit den Geschlechter-Fragen,
- Raum für Erfahrungsaustausch und neue Anregungen für die Praxis der außerschulischen Jugendbildung im Allgemeinen und zu Geschlechterverhältnissen im Besonderen.
Kosten: 100,00 € für Gewerkschaftsmitglieder, 200,00 € für alle anderen