Unsere Plakate im wandel der Zeit
Für das Mitbestimmungsrecht der Betriebsräte
Die Gewerkschaften wollen in den Länderverfassungen weitgehende Betriebsratskompetenzen flächendeckend verankern. In den Ländern Bremen, Hessen und Baden-Württemberg wurden 1948 Betriebsrätegesetze verabschiedet, die nur zum Teil den DGB-Forderungen entsprachen. Hier: Sondervolksentscheid in Bremen 1947.
Kampfmai 1947
Mit Genehmigung der britischen Militärregierung konnten 1946 erstmals nach dem Krieg Maifeiern stattfinden. Die von 1947 wurden regional unterschiedlich mit eigenen Plakaten und Losungen durch überparteiliche Aktionsausschüsse abgehalten.
Wir bauen auf ... Konsumgenossenschaften
Entstanden als Selbsthilfe-Organisationen, waren die Konsumgenossenschaften vor 1933 Teil einer "alternativen Lebens- und Wirtschaftskultur" der Arbeiterbewegung. Nach dem Krieg 1945 war ihr Neuaufbau notwendig. "Jeder Gewerkschafter sei auch Mitglied der Konsumgenossenschaften" als Motto, unterstreicht das hohe Maß an Übereinstimmung zwischen Gewerkschaften und Konsumgenossenschaften.
Zur Demonstration des gewerkschaftlichen Willens...
Der 24stündige Streik vom 12.11.1948 in den Vereinten Zonen war Folge von Lohnstopp bei gleichzeitiger Preisfreigabe, einseitiger Bevorzugung der Sachwertbesitzer und des Scheiterns der Forderung der Gewerkschaften nach einem Lohnausgleich zugunsten der Arbeitnehmer. Von 11,7 Mio. Arbeitnehmern streikten 9,25 Mio.
Wählt einen besseren Bundestag
Aufgrund dieses Wahlaufrufes des DGB zur Bundestagswahl 1953 warfen die christlichen Arbeitnehmerverbände dem DGB eine Verletzung der parteipolitischen Neutralität vor. Daraufhin gab der DGB bei den folgenden Bundestagswahlen "Wahlprüfsteine" heraus.
Zur Wiederkehr des 17. Juni 1953
Mit der Erinnerung an den Protest der Arbeiter und Angestellten in der DDR verbindet der DGB die Forderung nach freien Wahlen in allen Teilen Deutschlands.
Samstags gehört Vati mir
Maiplakat im Rahmen des DGB-Aktionsprogramms. Im Zentrum des Programms stand nicht mehr die wirtschaftliche Neuordnung, sondern die Verbesserung von Arbeits- und Lebensbedingungen, so die Forderung nach Arbeitszeitverkürzung.
Urlaubsgeld erschließt die Welt
Neben dem Anspruch auf Erholungsurlaub sollte mit diesem Slogan für ein tariflich abgesichertes Urlaubsgeld geworben werden. Erst das Reinhardshausener Abkommen zwischen IG Metall und dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall sicherte im Juni 1964 den tariflichen Anspruch auf Urlaubsgeld.
Man spannt kein Fohlen vor den Pflug
Die Belastung junger Menschen durch die Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule - Prinzip der dualen Berufsausbildung in Deutschland – soll durch die Begrenzung auf 40 Wochenstunden reduziert werden.
Darum ein Betriebs-Verfassungsgesetz mit gleichberechtigter Mitbestimmung
Im Vorfeld der ersten Novellierung des Betriebsverfassungsgesetzes 1964 forderte der DGB die gleichberechtigte Mitbestimmung der Betriebsräte bei allen sozialen und personellen Angelegenheiten und eine verstärkte Beteiligung der Arbeitnehmer in wirtschaftlichen Fragen.
Eine Idee setzt sich durch
Der DGB setzt sich für eine Ausdehnung der Mitbestimmung über die bisherigen Branchen Kohle und Stahl hinaus ein. Ziel: Die Demokratisierung der Wirtschaft voranzubringen.
Deine Existenz ist in Gefahr
1966/67 erlebte die westdeutsche Wirtschaft ihre erste Nachkriegsrezession. Der Produktionsrückgang führte zu einem raschen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Die Nettolohnsumme war erstmals rückläufig. Anhaltende Preiserhöhungen bedeuteten eine Senkung der realen Kaufkraft.
Wir gehören zusammen - 58 + 17 Millionen Deutsche
Anläßlich der Beschlußfassung zur Frage der Wiedervereinigung auf dem 7. DGB-Bundeskongreß 1966 wurde dieses Plakat vom DGB-Bundesvorstand herausgegeben. Schon in Mai-Aufrufen aus den Jahren 1957 und 1959 setzte sich der DGB für die Wiedervereinigung ein.
Krankheit kennt keinen Unterschied
1956/57 erkämpfte die IG Metall in Schleswig-Holstein in einem 16-wöchigen Streik die Lohnfortzahlung für Arbeiter im Krankheitsfall. Die Gleichbehandlung aller Arbeitnehmer, eine Forderung des DGB seit 1954, war jedoch noch lange nicht erreicht. Die volle gesetzliche Gleichstellung von Arbeitern bzw. Arbeiterinnen und Angestellten im Krankheitsfall trat am 1.1.1970 in Kraft.
Uns reicht's: Berufsbildungsreform und Ausbildungsplätze JETZT!
Gegen den Mangel an Ausbildungsplätzen setzt der DGB auf eine Reform des Systems der Berufsbildung.
Solidarität mit Solidarnosc
Der DGB fordert die Freilassung von inhaftierten GewerkschafterInnen der polnischen "Solidarnosc", zu der seit ihren Anfängen enge Kontakte bestanden.
Antikriegstag - Nie wieder Krieg!
Auf dem 7. DGB-Bundeskongreß 1966 wurde beschlossen, den 1. September als Tag des Bekenntnisses für den Frieden und gegen den Krieg zu begehen. Seit Ende der 70er Jahre wird an die alte Tradition angeknüpft und dieser Tag als Aktionstag der Gewerkschaften für Frieden, Abrüstung und Entspannung begangen.
Mach meinen Kumpel nicht an
Das Motiv der Gelben Hand ist in kürzester Zeit zu einem Symbol für Zivilcourage und gegen Ausländerfeindlichkeit geworden, mit dem sich seither zahlreiche Aktionen der Gewerkschaften verbinden.
Wir lassen uns nicht an die Kette legen!
Im Februar 1986 wurden vom DGB-Bundesvorstand für den 6. März Protestkundgebungen gegen die Änderung des § 116 Arbeitsförderungsgesetz beschlossen. Hierdurch sollte die Streikfähigkeit der Gewerkschaften erheblich eingeschränkt werden. Trotz 90prozentiger Ablehnung durch die Gewerkschaftsmitglieder wurde diese Gesetzesänderung durch den Bundestag verabschiedet.
DGB - Solidarität ’87
Mit dieser Kampagne unterstützte der DGB die neue Offensive der Mitgliedsgewerkschaften zur Arbeitszeitverkürzung. Gleichzeitig wurde dazu aufgerufen, die Versuche der Arbeitgeber, flächendeckend auszusperren, mit Streik- und Warnstreikaktionen aller Gewerkschaften zu beantworten.
Solidarität mit den Gewerkschaften in Südafrika
Mit dieser Plakataktion unterstrich der DGB seine Solidarität mit den nichtrassistischen Gewerkschaften in Südafrika und rief zu wirksamen Sanktionen gegen das Apartheid-Regime auf.
Umweltschutz fängt mit Dir an
"Umweltschutz beginnt im Betrieb", so lautet das umweltpolitische Programm des DGB von 1985. Mit ihm dokumentierte der DGB die Kontinuität seiner Umweltpolitik. Leitsätze von 1972, das Umweltprogramm von 1974 und die Aufnahme des Umweltschutzes in das DGB-Grundsatzprogramm von 1981 waren wichtige Stationen auf diesem Weg.
Es geht doch nichts über deutsche Sauberkeit
Die Kampagne "Hass macht dumm" war eine von vielen Aktivitäten des DGB gegen Ausländerfeindlichkeit, Rassismus und Rechtsextremismus und für die Verteidigung von Humanität und Toleranz im Miteinander von Deutschen und Ausländern. Im November 1992 rief der DGB zur Teilnahme an der vom Bundespräsidenten initiierten Berliner Großdemonstration gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit auf.
Frau geht vor
Mit seinem Beschluß zur Frauenoffensive "Frau geht vor" erklärte der Bundesvorstand die Gleichberechtigungspolitik zu einem zentralen Politikfeld des DGB.
Teilen verbindet
Eine - innergewerkschaftlich umstrittene - Initiative, mit der für ein sozial gerechtes Teilen notwendiger Lasten vor allem der deutschen Einheit geworben wurde, nachdem die Bundesregierung diese Kosten auf untere Einkommen abwälzte, aber größere Einkommen verschonte.
Für die Wende zu einer sozialen Politik
Diese Kampagne hatte das Ziel, für Vorschläge des DGB zum ökonomischen und sozialen Ausbau in Ostdeutschland für eine gerechte Verteilung der Lasten der deutschen Einheit und für die Einführung und Finanzierung einer Pflegeversicherung in der Öffentlichkeit zu werben.
Gegenwehr
Auslöser für diese Aktion war die Ankündigung der Arbeitgeber, die im Tarifvertrag mit der IG Metall vereinbarte stufenweise Angleichung der Löhne in Ostdeutschland nicht einhalten zu wollen. Dieser Versuch konnte erfolgreich abgewehrt werden.
Uns reicht’s
Auf der internationalen Konferenz sozialistischer Frauen 1910 wurde beschlossen, einmal im Jahr in allen Ländern einen Frauentag zu veranstalten, an dem die Frauen ihre Forderungen nach Gleichberechtigung erheben. Nach eindrucksvollen Veranstaltungen in der Weimarer Republik geriet der Frauentag in der Bundesrepublik in Vergessenheit. Seit den 30er Jahren bemühen sich u.a. die Gewerkschaften diesen Tag wieder stärker ins Bewußtsein der Öffentlichkeit zu rücken.
Auf nach Bonn
Am 23. April führte der Wortbruch der Bundesregierung unter Helmut Kohl zum Ende des ersten Bündnis für Arbeit, nachdem sie nur noch Forderungen der Arbeitgeber nachgab. Gegen diese Politik mobilisierten der DGB und die Gewerkschaften; u.a. 350.000 Menschen zur bislang größten Demonstration nach Bonn.
Deine Stimme für Arbeit und soziale Gerechtigkeit
"Arbeit und soziale Gerechtigkeit" waren die beiden Themen, die der DGB in den Mittelpunkt seiner Kampagne für einen Politikwechsel nach der Bundestagswahl gestellt hat.
1. Mai 2000 - "Jetzt aufbrechen: Für mehr Beschäftigung"
"Jetzt aufbrechen: Für mehr Beschäftigung." So lautete das Motto des DGB zum 1. Mai 2000. Der DGB startete damit in seine bis Ende 2000 geplante Imagekampagne. "Wer, wenn nicht wir?" - Mit diesem Slogan sollten die klassischen Kompetenzen der Gewerkschaften herausgestellt und ihre Zukunftsfähigkeit im öffentlichen Bewusstsein stärker verankert werden.
Die Zukunft der Arbeit gestalten - Wer, wenn nicht wir?
2000 hat der DGB eine Imagekampagne mit dem Motto: "Die Zukunft der Arbeit gestalten - Wer, wenn nicht wir?" vom Mai bis Okober 2000 durchgeführt. Damit wurde nicht nur an die klassische gewerkschaftliche Kompetenz erinnert, sondern auch auf die Zukunftsfähigkeit aufmerksam gemacht.
1. Mai 2001 - "Zukunft braucht alle Köpfe. Mitbestimmung gewinnt."
"Zukunft braucht alle Köpfe. Mitbestimmung gewinnt." Mit diesem Slogan warb der DGB am 1. Mai 2001 für das neue Betriebsverfassungsgesetz. Zur Unterstützung dieser Gesetzesreform wurde die Mitbestimmungs-Kampagne vom DGB und seinen Gewerkschaften gestartet.
Globalisierung gerecht gestalten.
Die Chancen von Globalisierung nutzen, aber auch die Risiken erkennen. Dafür warb der DGB am 1. Mai 2002 unter dem Motto "Globalisierung gerecht gestalten".
Wir haben die Musik. Ihr habt die Stimme
Mit einem großen Festival in Dortmund am 07.09.2002 gingen DGB und Gewerkschaften in den Schlussspurt ihrer Wahlkampfaktivitäten zur Bundestagswahl 2002.
1. Mai 2003 - "Reformen: Ja - Sozialabbau: Nein danke!"
Mit zwei Botschaften hat der DGB zum 1. Mai 2003 aufgerufen. Der Slogan "Menschlich modernisieren, gerecht gestalten, das machen wir!" zeigt, dass wir unser Land erneuern wollen. Mit dem Aufruf zum 1. Mai 2003 "Reformen: Ja - Sozialabbau: Nein danke" setzte der DGB einen Kontrapunkt zum geplanten Sozialabbau.
Das machen wir. Sozialstaat geht anders
Mit 6 Themenschwerpunkten hat der DGB 2003 seine Reformkonzepte entwickelt. Oberste Priorität hatte dabei die Bekämpfung der Massenarbeitslosigkeit.
Die 6 Themenschwerpunkte des DGB waren:
- Beschäftigung
- soziale Sicherung
- Bildung
- Gesundheit
- Tarifautonomie
- Mitbestimmung
Aufsteh'n, damit es endlich besser wird!
Der DGB hat zusammen mit dem EGB am 03.04.2004 zum Europäischen Aktionstag "Aufsteh'n, damit es endlich besser wird!" aufgerufen. Für Arbeit und soziale Gerechtigkeit in Europa. Gegen Sozialabbau.
1. Mai 2004 - "Unser Europa - frei, gleich, gerecht"
Das Europa der Gewerkschaften setzt auf eine aktive, an qualitativem Wachstum, Innovation und Nachhaltigkeit orientierte Politik. Die Gewerkschaften demonstrierten am 1. Mai für mehr und humanere Arbeitsplätze, für die Rechte der ArbeitnehmerInnen, für sichere Bildung für alle und soziale Sicherung in einer gesunden Umwelt.
Du bist mehr. Mehr als eine Nummer. Mehr als ein Kostenfaktor. Du hast Würde. Zeig sie!
Das Motto am 1. Mai 2005 lautete: "Du bist mehr. Mehr als eine Nummer. Mehr als ein Kostenfaktor. Du hast Würde. Zeig sie!"
In Zeiten, wo der Abbau von Arbeitnehmerrechten mit dem Shareholder-Value begründet wurde, stellte der DGB die Menschen in den Mittelpunkt aller wirtschaftspolitischen Überlegungen. Sie sollten nicht Spielball von Reformen sein, die lediglich Standards kürzen, statt dem Gemeinwohl zu dienen.
Sozialwahl 2005 - Mitmachen und gestalten
Das DGB-Motto zur Sozialwahl 2005 lautete: Gesundheit darf kein Luxus sein. Bessere Vorsorge. Gute Qualität in der Medizin. Gesicherte Altersversorgung. Sozial gerechte Finanzierung. Wir kümmern uns darum. Auch in der Selbstverwaltung. DGB wählen!
1. Mai 2006 - Deine Würde ist unser Maß
Unter dem Motto "Deine Würde ist unser Maß" trat der DGB am 1. Mai 2006 ein für: Existenz sichernde Einkommen durch Tarifvertrag und Mindestlöhne sowie für eine gerechte Teilhabe der Beschäftigten am Wohlstand.
1. Mai 2007 - "Du hast mehr verdient! Mehr Respekt. Soziale Sicherheit. Gute Arbeit."
Das Mai-Motto 2007 lautete: "Du hast mehr verdient! Mehr Respekt. Soziale Sicherheit. Gute Arbeit."
Die Arbeits- und Sozialbedingungen der Beschäftigten und die Forderung nach mehr sozialer Gerechtigkeit standen im Mittelpunkt der DGB-Veranstaltungen zum 1. Mai, dem traditionellen Feier- und Kampftag der Gewerkschaften.
1. Mai 2008 - Gute Arbeit muss drin sein!
Nur gute Arbeit ist sozial. Gute Arbeit muss drin sein – Arbeit, die soziale Sicherheit und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglicht.
Der DGB hat deshalb für: Gute Löhne, mehr Sicherheit fürs Alter, Arbeit, die nicht krank macht, gleiches Geld für gleiche Arbeit, gleiche Bedingungen für Zeitarbeit, mehr Zeit für Familie und Kinder, mitbestimmte Arbeit, Klima-, Umwelt- und Arbeitsschutz sowie Weiterbildung gestritten.
Das Mai-Motto lautete: "Gute Arbeit muss drin sein!"
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Plakate und Texte mit dank vom DGB Bundesvorstand.












































